FANIZANI  AKUDA

Galerie Conrad
Oberdorf 14
53347 Bonn - Impekoven

Fanizani Akuda wurde 1932 in Mtaya (in der nähe von Chipata)/ Zambia geboren. Er ist verheiratet mit Erina (heute auch Bildhauerin) Tochter von JAIROS KWENDA der zu den ersten Steinbildhauern des Künstlerdorfes Tengenenge gehört. Aus der Ehe gingen zwischen 1966 und 1987 sieben Kinder hervor: 3 Söhne und 4 Töchter. 1949 verließ Fanizani seine Familie in Zambia und suchte sich Arbeit in Zimbabwe.

Weitere Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen in Südafrika, Deutschland, Frankreich, Holland und der Schweiz


FANIZANI  AKUDA - Whistler



Er war beschäftigt als Baumwollpflücker, Korbflechter und Ziegelformer. 1967 kam er schließlich zusammen mit seiner ersten Frau und einem kleinen Jungen namens  Dumbi nach Tengenenge und bat Tom Blomefield,  der ein Jahr zuvor diese Bildhauergemeinschaft gegründet hatte um Arbeit. So begann Fanizani als Steinbrecher für die Bildhauer. Nach einiger Zeit schlug Blomefield ihm vor, es selbst einmal mit der Bildhauerei zu versuchen. Anfangs lehnte es Fanizani jedoch ab, weil er befürchtete, Steinsplitter in die Augen zu bekommen, aber Blomefield forderte ihn immer wieder dazu auf und schließlich begann Fanizani selbst Skulpturen zu machen. Bereits nach kurzer Zeit wurde er ein erfolgreicher Bildhauer und war ziemlich erleichtert, nicht mehr Steine brechen zu müssen. 1971 heiratete er Erina, die von Henry Munyaradzi beeinflusst wurde. Zu dieser Zeit war Fanizani auch als  Fotograf tätig, fuhr mit dem Fahrrad über die Plantagen, um Menschen zu fotografieren. Als 1979 aufgrund des Befreiungskrieges das Künstlerdorf Tengenenge geschlossen wurde ging er zusammen mit einer kleinen Gruppe von Steinbildhauern mit TOM BLOMEFIELD nach Harare. 1980 nach Ende des Krieges wollte Fanizani nicht wieder nach Tengenenge zurückkehren, weil seine Kinder bereits mit der Schulausbildung begonnen hatten. Es war ihm sehr wichtig, seinen Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen, denn er bedauerte sein Leben lang selbst nur eine minimale Schulbildung zu haben. Darüber hinaus hatte er sich inzwischen in Harare einen Freundes- und Bekanntenkreis aufgebaut, den er nicht aufgeben wollte. 1994 wurde er anlässlich der Ausstellungseröffnung „Tengenenge Oud – Tengenenge Nieuw“  im Kasteel Groeneveld in Baarn (Holland) Prinz Berhard vorgestellt.
Fanizani lebte bis zu seinem Tode in Chitungwiza, im Süden von Harare in einem komfortablen Haus. Er starb am 5. Februar 2011.

 

Seine Werke wurden ausgestellt in Südafrika, Dänemark, U.S.A., England, Australien, Holland, Deutschland, Dänemark, Schweden, Belgien, Frankreich und der Schweiz.

Weitere Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen in Südafrika, Deutschland, Frankreich, Holland und der Schweiz